Lange Nacht der Museen Stuttgart

Foyer mit Aufzügen

Nachdem wir letztes Jahr bei der langen Nacht der Museen noch im alten Gebäude waren, fand die Veranstaltung in diesem Jahr im neuen „Ufo“ von DaimlerCrysler statt. Anreise Freitag nachmittag unglaublicherweise OHNE Stau auf der A8, so dass wir fast pünktlich in Stuttgart ankommen. Oli läd gerade aus, und wir begeben uns erst einmal zur Besichtigung in die heiligen Hallen. Alles sehr neu, alles sehr stylisch, nur halt kein Veranstaltungsraum … Bühne seltsam in der Ecke und dann auch noch halbrund …

Nachdem die Technik endlich hinter der Bühne gelandet ist, geht die Bastelei los. Während wir noch unsere Tonkisten sortieren und uns schon mal mit den Mehrspurmaschinen für den Mitschnitt befassen, betreiben die Herren Catarius, Peller & Schlör kreativen Riggbau … bastel … schieb … zerr … aber irgendwann steht das Rigg. Wir betätigen uns nun ebenfalls kreativ und installieren zwischen Grünpflanzen und Kongresshotelschiebewänden die PA, um diese seltsame Mischung aus Kölner Dom und Mehrzweckraum adäquat zu beschallen.

wohin mit der B2?

Chaosfrontplatz

Beim ersten Soundcheck fällt auf, das die Akustik ganz ok ist, allerdings werde ich garantiert morgen Probleme mit Feedbacks bekommen, da die Band bedingt durch die Rundbühne quasi halb VOR der PA steht, aber was solls, ein wenig Herausforderung muss auch sein. Widmen wir uns halt wieder den Mehrspurmaschinen, während die Lichtler noch basteln. Stunden später, viele Seiten der Bedienungsanleitung schlauer und nach einigen wechselseitigen „Kreativgeistesblitzen“ von Sushi und mir laufen tatsächlich beide Tascam 2424 zusammen, syncron, lassen sich vom Rechner aus bedienen und zeigen die richtigen Pegel auf den richtigen Spuren … 2 Uhr morgens … DAS HOTEL RUFT !!!

Das liegt nur knapp einen Kilometer weg und hört auf den Namen „Hilton“ … hurra, leider zu früh gefreut, auch hier hat die Bar um 2.30 schon zu …
Die Zimmer dafür eine Augenweide, das Bett schön hart und das Bad ein Traum in Marmorgrün & Glas … ahhh so lässt es sich leben, dazu noch LAN umsonst aus der Wand … so sollte das immer sein.

Am nächsten Morgen schaffe ich es gerade noch, kurz vor 10 Uhr einmal durch das Frühstücksbuffet zu fräsen, dann wieder zurück ins Bett …. ahhh … mhhhhh …. bis 16 Uhr wird die Zeit mit Schlafen & Lesen zugebracht, es gibt schlimmere Schicksale … ;-))

Chaosfrontplatz

Um 16 Uhr allgemeine Abfahrt, noch ein wenig Geräume hier und schöner Wohnen da, dann trifft tatsächlich PÜNKTLICH die Band ein … so langsam glaube ich etwas mit dem Raum-Zeit-Continuum stimmt nicht mehr. Soundcheck verläuft unauffällig, bis auf das ich wirklich aufpassen muss, das nichts pfeift. Sonst klingt es gut, und auch bei 95 dB schon sehr „druckvoll“, schön da muss ich heute abend nicht so den Hahn aufmachen.

Deko

Und dann geht es mal wieder los, Showtime 23 Uhr … warten … warten …. Kaffe trinken …. warten … Brötchen essen … und warten …. die 300m lange Schlange vor der Tür anschauen … aus Klo gehen … Getränke & Schokolade am Frontplatz bunkern … Kaffee trinken … chrrrrrrrrrr

Endlich endlich ist es soweit, Herr Leuphold legt zwei vor und dann startet die Band durch … und ich darf mir erst mal den Wolf schrauben, der Kollege von Neumann&Müller hatte doch recht, der Raum macht was er will, erstmal den Mulm raus, dann ahhh geht doch. Die Band kommt auch langsam aus den Startlöcherm, das Publikum feiert, so soll das sein !!!

Deko

In der Pause kurzer Alarm, die Maschinen am Frontplatz zeigen „Disc full“ … Merde, die Regler an Klaas übergeben, nach hinten gerannt, 2 neue Platten implantiert, alle Einstellungen wieder eingetippt, wieder zum FOH durchgekämpft, das war knapp … ;-))

Im zweiten Set dreht die Band noch einmal auf, wie gut das wir niemandem erzählt haben das wir mitschneiden …. und pünktlich um 2 Uhr morgens ist Schluß … Publikum tobt, Band zufrieden, alles gut. Wenn jetzt immer der Abbau nicht wäre … hier noch ein paar Photos von der Show:

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Zeitsprung, es ist 6.45, es wird hell, die Trucktür ist zu, ein Bett materialisiert sich unter mir und erst der Wecker um 10.30 reisst mich aus meinen Träumen … Frühstück, heimfahren, und mit der Familie den Sonntag vergammeln … so muss das sein !!

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